Digitale Visitenkarten für Unternehmen: Einführung im Team Schritt für Schritt

eDigital Business Cards Redaktion · · · Kaufberatung

Digitale Visitenkarten für Unternehmen: Einführung im Team Schritt für Schritt

Für eine einzelne Person ist eine digitale Visitenkarte schnell eingerichtet. Im Unternehmen sieht das anders aus. Dort sollen alle Profile einheitlich wirken, Änderungen sollen zuverlässig ankommen, und wenn jemand das Haus verlässt, darf seine Karte nicht weiter auf veraltete Daten führen. Dazu kommen Fragen zum Datenschutz und zur Mitbestimmung. Dieser Beitrag zeigt Schritt für Schritt, wie Sie digitale Visitenkarten im Team einführen. Grundsätzliches zum Kauf lesen Sie im Ratgeber zum Kauf einer digitalen Visitenkarte.

Warum Unternehmen umsteigen

Gedruckte Visitenkarten verursachen im Unternehmen wiederkehrenden Aufwand. Neue Mitarbeitende brauchen Karten, bei jedem Wechsel der Funktion wird nachgedruckt, und nach einer Änderung des Logos liegen Kisten mit veralteten Karten im Schrank.

Digitale Visitenkarten lösen mehrere dieser Punkte:

  • Einheitliches Erscheinungsbild. Alle Profile folgen derselben Vorlage mit Logo, Farben und gleichem Aufbau.
  • Änderungen ohne Neudruck. Wechselt jemand die Funktion oder die Durchwahl, passen Sie das Profil an. Die Karte bleibt dieselbe.
  • Weniger Papier im Umlauf. Karten werden nicht mehr in großen Mengen auf Vorrat gedruckt.
  • Bessere Nachbereitung. Mit dem Tarif Business Add-ons können Kontakte, die über ein Profil eingehen, im integrierten CRM weiterbearbeitet werden.

Den Umstieg intern begründen

Bevor Sie starten, brauchen Sie meist die Zustimmung von Geschäftsführung, Einkauf oder Marketing. Ein kurzes Papier mit vier Punkten genügt oft:

  • Ausgangslage: Wie werden Visitenkarten heute bestellt, wie oft wird nachgedruckt, und wer kümmert sich darum?
  • Ziel: einheitlicher Auftritt, schnellere Änderungen und weniger Aufwand bei Eintritt und Austritt.
  • Umfang: Welche Abteilungen erhalten zuerst ein Profil, welches Material und welcher Tarif sind geplant?
  • Offene Fragen: Datenschutz, Mitbestimmung und Zuständigkeiten im laufenden Betrieb.

Nennen Sie im Papier keine Wunschzahlen, sondern beschreiben Sie, woran Sie nach der Pilotphase den Erfolg erkennen wollen, etwa an Rückmeldungen aus dem Vertrieb oder am Aufwand für Änderungen.

Der Einführungsplan in fünf Schritten

Eine gute Einführung beginnt klein. Planen Sie fünf Schritte und geben Sie jedem eine verantwortliche Person.

1. Pilotphase

Starten Sie mit einer kleinen Gruppe, zum Beispiel dem Vertrieb oder dem Messeteam. Diese Personen nutzen die Karten einige Wochen im Alltag und melden zurück, was gut funktioniert und was fehlt. So entdecken Sie Probleme, bevor alle Beschäftigten betroffen sind.

2. Vorlage festlegen

Legen Sie fest, wie jedes Profil aufgebaut ist: welche Felder Pflicht sind, welche freiwillig, welche Farben und welches Logo gelten und welche Links überall erscheinen. Klären Sie auch, wer Inhalte freigibt. Eine gute Vorlage ist kurz. Name, Funktion, Telefon, E-Mail, Standort und eine klare nächste Aktion reichen oft.

3. Daten erheben

Sammeln Sie die Angaben für jedes Profil an einer Stelle. Fragen Sie nur ab, was die Vorlage wirklich vorsieht. Fotos und private Social-Media-Profile sollten freiwillig sein. Mehr dazu im Abschnitt zum Datenschutz.

4. Karten bestellen

Entscheiden Sie sich für ein Material. PVC eignet sich in der Regel für das ganze Team, Metall kann für die Geschäftsführung eine Ergänzung sein. Jede unserer Karten trägt einen NFC-Chip und einen aufgedruckten QR-Code. Für Teams ab fünf Personen erstellen wir ein Angebot.

5. Schulen und begleiten

Zeigen Sie allen in einer kurzen Einweisung, wie das Antippen funktioniert, wo der QR-Code sitzt und wie man das eigene Profil prüft. Ein einseitiges Merkblatt hilft. Planen Sie nach einigen Wochen eine Rückfrage ein, ob alles rund läuft.

Die Einführung als Übersicht

PhaseAufgabenVerantwortlich
PilotphaseKleine Gruppe auswählen, Rückmeldungen sammelnProjektleitung
VorlagePflicht- und freiwillige Felder, Gestaltung, FreigabeMarketing mit Projektleitung
DatenerhebungAngaben einsammeln, Informationspflichten erfüllenPersonalabteilung mit Datenschutz
BestellungMaterial, Tarif, Stückzahl, LieferadresseEinkauf
SchulungEinweisung, Merkblatt, Rückfrage nach einigen WochenProjektleitung
Laufender BetriebNeue Profile, Änderungen, AustrittePersonalabteilung oder Marketing

Was in ein Mitarbeiterprofil gehört

Eine feste Vorlage spart Abstimmung. Diese Gliederung hat sich in vielen Teams bewährt:

  1. Kopf: Name, Funktion, Abteilung und Foto, wenn die Person zustimmt.
  2. Kontakt: dienstliche Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Standort, dazu „Kontakt speichern“ als vCard.
  3. Unternehmen: ein kurzer Satz zum Angebot und ein Link zur Firmenwebsite.
  4. Unterlagen: eine Broschüre oder ein Datenblatt als PDF, für alle gleich.
  5. Nächste Aktion: zum Beispiel „Rückruf anfragen“. Terminbuchung und Anfragen gehören zum Tarif Business Add-ons.
  6. Pflichtangaben: Prüfen Sie, ob für Ihre Profile eine Anbieterkennzeichnung nötig ist. Hinweise dazu gibt der Beitrag zum Impressum auf der digitalen Visitenkarte.

Legen Sie fest, welche Felder die Beschäftigten selbst ändern dürfen und welche nur nach Freigabe geändert werden.

Einsatz im Alltag: Messe, Außendienst und Empfang

Im Alltag zeigt sich der Nutzen an drei Stellen besonders deutlich. Auf Messen teilen Teams ihre Kontaktdaten per Antippen, statt Kartenstapel nachzufüllen. Im Außendienst ändern sich Ansprechpartner und Zuständigkeiten, ohne dass Karten nachgedruckt werden müssen. Am Empfang liegt eine Karte oder ein Aufsteller mit QR-Code, über den Besucher die allgemeinen Kontaktdaten des Unternehmens speichern.

Neue und ausscheidende Mitarbeitende

Der Alltag beginnt nach der Einführung. Zwei Abläufe sollten Sie von Anfang an festlegen.

Bei Eintritt erhält die neue Person ein Profil nach Vorlage und eine Karte. Nehmen Sie das in Ihre Checkliste für die Einarbeitung auf, gleich neben Schlüssel und Zugangsdaten. Bei Austritt sollte das Profil nicht einfach weiterlaufen. Ehemalige Kunden scannen die Karte womöglich noch Monate später. Legen Sie deshalb fest, was am letzten Arbeitstag geschieht. Üblich ist, das Profil inhaltlich umzustellen, zum Beispiel auf die Kontaktdaten des Teams oder der Zentrale, und persönliche Angaben auszublenden. So landen Anfragen weiterhin im Unternehmen. Sammeln Sie die Karte nach Möglichkeit ein.

Halten Sie fest, wer diese Schritte erledigt. Ohne klare Zuständigkeit bleibt das Profil einer ausgeschiedenen Person oft unbemerkt online.

Datenschutz: Daten der Beschäftigten

Ein Mitarbeiterprofil enthält personenbezogene Daten. In Deutschland gelten dafür die Datenschutz-Grundverordnung und das Bundesdatenschutzgesetz. Daraus folgen einige Grundsätze, die Sie in der Regel beachten sollten:

  • Nur nötige Daten. Dienstliche Kontaktdaten sind für die Arbeit oft erforderlich. Ein Foto oder private Social-Media-Profile gehören in der Regel nicht dazu und sollten freiwillig bleiben.
  • Informieren. Erklären Sie den Beschäftigten, welche Daten im Profil erscheinen, wer sie sehen kann und wie lange sie gespeichert werden.
  • Einwilligung für Freiwilliges. Für freiwillige Angaben wie ein Foto holen Sie in der Regel eine Einwilligung ein, die widerrufen werden kann.
  • Datenschutzbeauftragte einbinden. Wenn Ihr Unternehmen eine Datenschutzbeauftragte oder einen Datenschutzbeauftragten hat, beziehen Sie diese Person früh ein.

Erfassen Sie über die Profile auch Daten von Besuchern, etwa mit einem Kontaktformular aus Business Add-ons, kommen weitere Pflichten hinzu. Der Beitrag zur digitalen Visitenkarte und DSGVO geht darauf ausführlich ein. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Datenschutzgesetze. Lassen Sie sich im Zweifel beraten.

Den Betriebsrat früh einbinden

Unsere kostenpflichtigen Tarife enthalten Analysen. Sie zeigen zum Beispiel, wie oft ein Profil geöffnet wurde. Im Unternehmen kann das eine Frage der Mitbestimmung sein.

Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 des Betriebsverfassungsgesetzes hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Beschäftigten zu überwachen. Wenn Profilanalysen genutzt werden könnten, um Verhalten oder Leistung einzelner Beschäftigter zu beobachten, kann diese Vorschrift greifen.

Binden Sie den Betriebsrat deshalb früh ein, am besten schon in der Pilotphase. Klären Sie gemeinsam, welche Auswertungen es gibt, wer sie sehen darf und wofür sie genutzt werden. Oft lässt sich das in einer Betriebsvereinbarung festhalten. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln zur Mitwirkung der Belegschaft. Lassen Sie sich im Zweifel arbeitsrechtlich beraten.

Ein Angebot für Ihr Team anfordern

Für Bestellungen ab fünf Personen erstellen wir ein Angebot. Im deutschen Shop nennen wir Preise ohnehin auf Anfrage. Damit wir schnell antworten können, nennen Sie uns in Ihrer Anfrage:

  • die Anzahl der Profile und Karten;
  • das gewünschte Material, also PVC, Holz oder Metall;
  • den Tarif, Brand Presence oder Business Add-ons;
  • Ihr Logo und Ihre Farben, falls schon vorhanden;
  • das Lieferland. Wir liefern nach Deutschland und Österreich; Lieferungen in die Schweiz bieten wir ebenfalls auf Anfrage an. Preis und Lieferung nennen wir Ihnen im Angebot.

Senden Sie die Angaben über unser Kontaktformular für Teamanfragen. Wir antworten innerhalb von 48 Stunden. Wenn Ihr Team die Karten zuerst auf einer Messe einsetzt, lesen Sie vorab den Beitrag zur digitalen Visitenkarte auf der Messe.

Typische Stolpersteine

Die meisten Probleme bei der Einführung entstehen nicht durch die Technik, sondern durch fehlende Absprachen:

  • Keine klare Zuständigkeit. Wenn niemand für Profile verantwortlich ist, bleiben Änderungen liegen.
  • Zu viele Pflichtfelder. Lange Vorlagen schrecken ab und führen zu halb ausgefüllten Profilen.
  • Fehlender Test. Jede Karte sollte vor der Ausgabe einmal angetippt und einmal gescannt werden.
  • Vergessene Austritte. Ohne Checkliste laufen Profile ehemaliger Beschäftigter weiter.
  • Späte Einbindung des Betriebsrats. Wer erst nach der Bestellung fragt, verliert Zeit und Vertrauen.

Häufige Fragen

Ab wie vielen Personen lohnt sich ein Teamangebot?

Für Bestellungen ab fünf Personen erstellen wir ein eigenes Angebot. Nennen Sie uns Anzahl, Material und Tarif. Auch kleinere Teams können sich gern melden.

Können alle Profile gleich aussehen?

Ja. Legen Sie eine Vorlage mit Logo, Farben und festem Aufbau fest und richten Sie jedes Profil danach ein. So wirkt Ihr Auftritt einheitlich.

Was passiert mit dem Profil, wenn jemand das Unternehmen verlässt?

Das legen Sie selbst fest. Üblich ist, das Profil am letzten Arbeitstag auf die Kontaktdaten des Teams oder der Zentrale umzustellen und persönliche Angaben auszublenden. So erreichen Anfragen weiterhin Ihr Unternehmen.

Muss der Betriebsrat zustimmen?

Das hängt vom Einzelfall ab. Sind Profilanalysen zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet, kann ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestehen. Binden Sie den Betriebsrat deshalb früh ein und lassen Sie sich im Zweifel beraten.

Brauchen unsere Kunden eine App?

Nein. Das Profil öffnet sich nach dem Antippen der Karte oder dem Scannen des QR-Codes im Browser. Kontaktdaten lassen sich direkt als vCard speichern.

Welche Daten sollten in einem Mitarbeiterprofil stehen?

In der Regel genügen dienstliche Angaben wie Name, Funktion, Telefon, E-Mail und Standort. Freiwillige Angaben wie ein Foto sollten Beschäftigte selbst entscheiden dürfen.

Nächster Schritt

Wählen Sie eine kleine Gruppe für die Pilotphase und legen Sie die Vorlage fest. Sehen Sie sich danach die NFC-Visitenkarte für Ihr Team an und fordern Sie über unser Kontaktformular ein Angebot an. Weitere Beiträge finden Sie im Ratgeber-Bereich.

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