Digitale Visitenkarte für Immobilienmakler: Exposé, Besichtigung und Kontakt in einem Link

eDigital Business Cards Redaktion · · · Berufe

Digitale Visitenkarte für Immobilienmakler: Exposé, Besichtigung und Kontakt in einem Link

Im Maklergeschäft wechseln die Situationen schnell: eine Besichtigung am Vormittag, ein Eigentümergespräch am Nachmittag, ein Tag der offenen Tür am Wochenende. Überall fragen Menschen nach dem Exposé, nach dem nächsten Termin und nach Ihren Kontaktdaten. Eine digitale Visitenkarte bündelt diese drei Dinge in einem Link. Dieser Beitrag zeigt, wo Sie die Karte einsetzen, was ins Profil gehört, welche Pflichtangaben Sie beachten und wie Sie Interessenten sauber nachfassen. Grundsätzliches zum Kauf lesen Sie im Ratgeber zum Kauf einer digitalen Visitenkarte.

Wo Makler ihre digitale Visitenkarte einsetzen

Bei Besichtigungen

Nach einer Besichtigung möchten Interessenten die Unterlagen in Ruhe ansehen. Statt Papier zu verteilen, halten Sie Ihre Karte an das Smartphone. Ihr Profil öffnet sich, Ihre Kontaktdaten lassen sich speichern, und das Exposé liegt als Dokument bereit. Wer nach dem Termin noch Fragen hat, weiß sofort, wen er anrufen kann.

Beim Tag der offenen Tür

Wenn viele Menschen gleichzeitig ein Objekt besichtigen, kommen Sie nicht mit allen ins Gespräch. Ein Aufsteller mit QR-Code am Eingang hilft. Wer hereinkommt, scannt den Code, sieht die wichtigsten Angaben zum Objekt und kann später einen Einzeltermin anfragen.

Auf Verkaufsschildern und Bauschildern

Ein QR-Code auf dem Schild vor dem Haus erreicht Spaziergänger, Nachbarn und Menschen, die gezielt durch ein Viertel fahren. Der Code führt zu Ihrem Profil, wo das Objekt mit Bildern und Exposé zu finden ist. Drucken Sie den Code groß genug, damit er auch vom Gehweg aus funktioniert.

Auf Flyern und Eigentümerbriefen

Wenn Sie in einem Viertel um Verkaufsaufträge werben, gehört ein QR-Code auf jeden Flyer. Eigentümer, die über einen Verkauf nachdenken, finden auf Ihrem Profil Ihre Referenzen und einen Weg, ein unverbindliches Gespräch anzufragen.

Was ins Profil eines Maklers gehört

Erlaubnis und Aufsichtsbehörde

Wer gewerbsmäßig Immobilien vermittelt, braucht in der Regel eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Die erteilende Behörde ist zugleich die zuständige Aufsichtsbehörde. Beide Angaben gehören in Ihr Impressum und damit auch auf ein geschäftlich genutztes Profil. Übernehmen Sie dafür die Angaben, die Sie auch auf Ihrer Website führen.

Aktuelle Objekte

Zeigen Sie Ihre aktuellen Angebote im Profil. Mit der Funktion „Produkte“ aus dem Tarif Brand Presence stellen Sie einzelne Objekte mit Bild, kurzer Beschreibung und Link zu Ihrem Exposé oder Ihrem Objektportal dar. Entfernen Sie verkaufte oder vermietete Objekte zeitnah, damit Interessenten keine veralteten Angebote anfragen.

Exposés als Dokument

Ein Exposé als PDF im Profil ist der schnellste Weg zu den Unterlagen. Dokumente gehören zum Tarif Brand Presence. Benennen Sie die Dateien eindeutig, zum Beispiel mit Ort und Objektart, damit man sie später im Download-Ordner wiederfindet.

Besichtigungstermine

Mit dem Tarif Business Add-ons können Interessenten über die Terminbuchung direkt im Profil einen Besichtigungstermin anfragen. Sie legen fest, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Termine möglich sind. Wer ohne Business Add-ons arbeitet, setzt einen Link zu seinem bestehenden Kalender.

Referenzen und Kontakt

Eine kleine Galerie mit vermittelten Objekten und ausgewählte Kundenstimmen, die Sie selbst gesammelt haben, schaffen Vertrauen. Darunter gehören Telefon, E-Mail und die Schaltfläche, mit der man Ihre Daten als vCard speichert.

Besichtigungen vorbereiten

Vor einer Besichtigung lohnt ein kurzer Blick ins Profil. Ist das Objekt eingestellt, liegt das aktuelle Exposé bereit, und stimmen die Angaben zum Energieausweis? Schicken Sie angemeldeten Interessenten am Vortag den Link zum Profil, damit sie die Unterlagen schon vorher ansehen. Bei der Besichtigung selbst bleibt dann mehr Zeit für Fragen zur Lage, zum Zustand und zum weiteren Ablauf. Wer nach dem Termin weiter interessiert ist, findet im Profil den Weg zu Ihnen, ohne nach Ihrer Nummer suchen zu müssen.

Pflichtangaben zum Energieausweis

Wenn Sie ein Objekt in einem kommerziellen Medium anbieten, gelten die Pflichtangaben nach § 87 des Gebäudeenergiegesetzes, sofern ein Energieausweis vorliegt. Dazu gehören in der Regel die Art des Energieausweises, der Energiebedarfs- oder Energieverbrauchswert, der wesentliche Energieträger, das Baujahr und bei Wohngebäuden die Energieeffizienzklasse.

Diese Pflicht gilt in der Regel auch dann, wenn Sie ein Objekt in Ihrem Profil bewerben, etwa über die Funktion „Produkte“. Nehmen Sie die Angaben deshalb in die Kurzbeschreibung des Objekts auf, nicht erst ins Exposé. Lassen Sie sich im Zweifel beraten, welche Angaben für ein bestimmtes Objekt nötig sind.

Was Interessenten in welcher Situation scannen

SituationWas der Interessent scanntErgebnis
BesichtigungIhre Karte per NFC oder QR-CodeKontakt gespeichert, Exposé als Dokument zur Hand
Tag der offenen TürQR-Code auf dem Aufsteller am EingangObjektangaben gesehen, Einzeltermin angefragt
VerkaufsschildQR-Code auf dem SchildObjekt mit Bildern und Pflichtangaben im Profil
Flyer im ViertelQR-Code auf dem FlyerReferenzen gesehen, Gespräch für die Bewertung angefragt
EigentümergesprächIhre Karte per NFCKontakt gespeichert, Unterlagen zum Ablauf als PDF

Interessenten erfassen und nachfassen

Mit dem Tarif Business Add-ons können Interessenten über die Kontakterfassung oder ein eigenes Formular ihre Daten hinterlassen. Die Angaben landen in Ihrem Verwaltungsbereich und lassen sich im integrierten CRM weiterbearbeiten oder als CSV-Datei exportieren.

Achten Sie dabei auf zwei Dinge. Erstens: Fragen Sie nur ab, was Sie brauchen, zum Beispiel Name, Kontaktweg und das Objekt, für das sich jemand interessiert. Zweitens: Trennen Sie die Antwort auf eine Anfrage von Werbung. Eine persönliche Antwort zum angefragten Objekt ist in der Regel unproblematisch. Wenn Sie Interessenten später über neue Angebote informieren möchten, brauchen Sie dafür grundsätzlich eine Einwilligung. Fragen Sie diese getrennt ab, zum Beispiel über ein eigenes Auswahlfeld im Formular, und erklären Sie in einem Satz, wofür Sie die Daten nutzen.

Wenn Ihr Büro mehrere Makler beschäftigt, lohnt sich eine gemeinsame Vorlage für alle Profile. Wie Sie das im Team einführen, lesen Sie im Beitrag zu digitalen Visitenkarten für Unternehmen.

Ein Profil für jedes Objekt?

Manche Makler überlegen, für jedes Objekt ein eigenes Profil anzulegen. In der Regel ist ein persönliches Profil mit wechselnden Objekten einfacher. Der QR-Code auf dem Verkaufsschild führt dann immer zu Ihnen, und Interessenten sehen neben dem gesuchten Objekt auch Ihre übrigen Angebote. Wenn ein Objekt verkauft ist, nehmen Sie es aus dem Profil und stellen das nächste ein. Das Schild bleibt verwendbar.

Wer sehr große Objekte vermarktet, etwa ein Neubauprojekt mit vielen Einheiten, kann ein eigenes Profil für das Projekt anlegen. Dort finden Interessenten Grundrisse, eine Baubeschreibung und die Ansprechpersonen des Vertriebs.

Eigentümer gewinnen

Viele Makler gewinnen neue Aufträge über Empfehlungen und Bewertungen zufriedener Eigentümer. Mit dem Werkzeug „Bewertungen sammeln“ aus Business Add-ons führen Sie Kundinnen von Ihrem Profil direkt zu Ihrer Bewertungsseite bei Google. Bitten Sie nach einem erfolgreichen Verkauf um eine ehrliche Meinung, ohne dafür eine Gegenleistung anzubieten. Google untersagt Bewertungen gegen Gegenleistung.

Typische Fehler

Ein häufiger Fehler sind verkaufte Objekte, die noch Wochen später im Profil stehen. Ein zweiter sind fehlende Pflichtangaben zum Energieausweis in der Kurzbeschreibung. Ein dritter ist ein Formular, das gleich nach Einkommen und Finanzierung fragt. Solche Angaben gehören in ein späteres Gespräch, nicht in die erste Anfrage.

Material und Tarif

Für Eigentümergespräche wählen viele Makler eine Metallkarte, weil sie wertig wirkt. Für Besichtigungen mit vielen Interessenten genügt PVC. Jede Karte trägt einen NFC-Chip und einen aufgedruckten QR-Code. Für Ihr Profil mit Objekten, Exposés und Galerie reicht der Tarif Brand Presence. Sollen Interessenten Besichtigungen buchen oder ihre Daten hinterlassen, wählen Sie Business Add-ons. Beide Tarife sind Einmalzahlungen. Im deutschen Shop nennen wir Preise auf Anfrage.

Häufige Fragen

Wie zeige ich meine aktuellen Objekte im Profil?

Nutzen Sie die Funktion „Produkte“ aus dem Tarif Brand Presence. Jedes Objekt erhält ein Bild, eine kurze Beschreibung und einen Link zum Exposé.

Gelten die Pflichtangaben zum Energieausweis auch im Profil?

In der Regel ja, wenn Sie dort ein Objekt anbieten und ein Energieausweis vorliegt. Nehmen Sie die Angaben in die Kurzbeschreibung auf. Lassen Sie sich im Zweifel beraten.

Können Interessenten über das Profil Besichtigungen buchen?

Ja, mit dem Tarif Business Add-ons über die Terminbuchung. Sie legen fest, wann Termine möglich sind.

Muss meine Erlaubnis nach § 34c GewO im Profil stehen?

Bei geschäftlicher Nutzung gehört eine Anbieterkennzeichnung in der Regel dazu. Für Makler umfasst sie meist auch die zuständige Aufsichtsbehörde.

Darf ich Interessenten später neue Angebote schicken?

Dafür brauchen Sie grundsätzlich eine Einwilligung. Fragen Sie sie getrennt von der Anfrage ab und erklären Sie, wofür Sie die Daten nutzen.

Brauchen Interessenten eine App?

Nein. Das Profil öffnet sich nach dem Antippen oder Scannen im Browser. Die Kontaktdaten lassen sich direkt speichern.

Nächster Schritt

Stellen Sie Ihre aktuellen Objekte, Exposés und Pflichtangaben zusammen. Sehen Sie sich danach die digitale Visitenkarte für Immobilienmakler an oder wählen Sie direkt eine NFC-Visitenkarte aus Metall oder PVC. Weitere Beiträge finden Sie im Ratgeber-Bereich.

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